• Kavitha Rasch

When ballons fly, seabirds die.


Wenn Ballons fliegen, sterben Seevögel - lautet das einprägsame Zitat , mit dem der Zoo in Victoria, Australien, eine Initiative gestartet hat, die über die Problematik von Luftballons in der Umwelt aufklärt.


Neues Jahr, neue Geburtstage und viele Anlässe zum Feiern! Jeder mag farbenfrohe Luftballons auf Partys. Ein Symbol der Fröhlichkeit. Sind die glücklichen Momente vorüber, landet die Dekoration schnell im Müll. Doch das, was aufsteigt, kommt irgendwann auch wieder herunter.


Zum Himmel aufsteigende Herzballons auf Hochzeiten schaffen samt angehängter Postkarte Flugstrecken von bis zu 800km ab dem Startpunkt. Doch was nach oben steigt, sinkt irgendwann auch wieder auf die Erde - mit traurigen Folgen für die Umwelt.



Tiere verwechseln Ballons mit ihrer Nahrung und verschlucken sie häufig. Magen und Darm verstopfen durch die unverdaulichen Plastikfetzen und führen im schlimmsten Fall zum Tod durch Verhungern. Besonders Seevögel sind in Gefahr. Ballonreste aus dem Meer riechen und schmecken für sie nach Futter. Sie sammeln es und füttern ihre Jungtiere immer öfter mit Müll. Manche Jungtiere sind allein durch die Menge an Kunststoffen im Magen so schwer, dass sie kein einziges Mal vom Boden abheben können, bevor sie qualvoll daran sterben.


Die University of Tasmania gab in einer Studie an, dass Luftballons das größte Todesrisiko für Seevögel darstellen. Der U.S. Fish and Wildlife Service hat auf seiner Webseite alarmierendes Bildmaterial veröffentlicht, um Menschen wegen der verheerenden Folgen für Tiere davon abzuhalten, Luftballons steigen zu lassen.


Und obwohl Latex im Ursprung ein natürliches Material ist, wird es biologisch nicht schnell genug abgebaut, um das Fressen durch Tiere zu vermeiden. Es kann bis zu vier Jahren dauern, bis sich das Produkt vollständig zersetzt hat, laut Beurteilung der Wageningen University & Research in den Niederlanden. Die Fetzen, die nicht gefressen werden, reiben sich durch Wind und Salz im Meer ab und finden ihren Weg dann als Mikroplastik auf den Speiseplan zahlreicher anderer Meeresbewohner bis hin zu uns Menschen beim Besuch eines Fischrestaurants ums Eck.





Es gibt jede Menge umweltfreundliche Alternativen!

Seifenblasen kosten weniger als Luftballons, sind besser für die Umwelt und machen ebenso viel Freude. Auch auf einem Gruppenfoto fürs Hochzeitsalbum! Vor der Kirche eignen sich Vogelfutter, Blütenblätter oder einfach Herbstlaub zum Streuen. Und für festliche Dekoration kann man im Handumdrehen wiederverwendbare Pom Poms aus farbenfrohem Papier basteln. Bastelananleitungen gibt es wie "Seevögel & Sand am Meer" auf YouTube und Co. online. Tipp: Seifenblasenwasser leicht gemacht: 250ml lauwarmes Wasser, 4 EL Spülseife (biologisch abbaubar) und 3 Tropfen pflanzliches Öl. Für das Formen eignen sich so ziemlich alles, was sich in eine Schlaufe verformen lässt.






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