• Kavitha Rasch

Mode mit echtem Pelz gehört in die Vergangenheit

Aktualisiert: März 1


Pelzwaren zählen zu den frühesten Waren des Welthandels. Was vor Erfrierungen schützte, wurde später zum Machtsymbol, um den Adel vom Pöbel zu unterscheiden. Und heute?


Im letzten Urlaub ging es für uns nach dem Erlebnis Gleitschirmfliegen im Südtirol über Bozen mit dem Rad mehrtägig nach Venedig. In Bozen war die Ötzi-Ausstellung samt seiner selbstgenähten Mode und gut aufbereiteten Details rund um das harte Leben von Ötzi ca. 3.300 Jahren vor Chr. wirklich interessant.


Damals… hat Ötzi sich von den Schuhen bis zur Mütze alles selbst nähen müssen. Für die Materialien ging er auf die anstrengende Jagd. Um die Tierfelle zu vernähen, bastelte er sich aus Tierknochen eine Art Nadel. Als Faden dienten die Sehnen der erlegten Tiere. Das Fell hielt ihn warm, der restliche Kadaver machte ihn satt.


Im 21. Jahrhundert… müssen die Pelzträger kein Tier selbst erlegen. Sie wissen nicht, wie grausam die „Fellernte“ auf ausländischen Pelzfarmen ist. Der Pelzerwerb kostet sie wenig Mühe. Fellbesetzte Kapuzen, Boots und Handtaschen dienen nur der Optik. Zum Warmhalten haben sie längst 1000 andere Kleidungsstücke im Kleiderschrank. Die fellbringenden Kadaver werden massenweise „anderswo“ im Abfall entsorgt, bevor der erste Nadelstich in einer Produktionsfabrik gesetzt ist.


Gehalten in kleinen übereinandergestapelten Drahtkäfigen, teils ohne Tageslicht und Boden unter den Tatzen, endet das traurige Leben der Pelztiere mit Strangulierung, Erschlagen oder Vergasung in einer luftdichten Kiste – mal mehr, mal weniger „erfolgreich“. Ist das Fell stark verwundet, oder vor Stress selbst kahlgefressen, wird es zur Ausschussware. Das möchte auf dem schicken(?!) Endprodukt später niemand sehen.



Angora-Hasen werden auf chinesischen „Fur Farms“ bei lebendigem Leib per Hand gerupft, nachdem man sie mit ausgestreckten Pfoten auf einem Brett verknotet hat. Die Fantasie des Menschen kennt bei der „Fellernte“ keine Grenzen. Wer bei google nach Bildern hierzu such, wird schnell fündig. Einfach nur traurig und sicher kein Pullover wert.




Auf diesem Bild sieht man die Anzahl der Tiere, die für einen Mantel ihr Leben lassen müssen.


Mode ist ein Stimmzettel für mehr Tierrecht, wenn man sich in seiner eigenen Haut so wohlfühlen möchte, wie es ein Pelztier sollte.


1 kg Nerzfell entspricht 102 Kilo CO2, das entspricht den Autoabgasen einer ca. 1.250 km langen Fahrt von Berlin nach Florenz.


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